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Am vergangenen Wochenende fand in Prag das Goalballlturnier statt.

Neben Gastgeber Tschechien (2 Teams) nahmen die  Mannschaften aus Rumänien, Polen, Ukraine, Belgien, Kroatien, Slowakei, Qatar und Österreich teil.

Die Mannschaft Österreich war dabei mit den Spielern Christoph Prettner, Christian Punz Vladimir Vasic,  Andreas Bergmann und Johannes Kremser vertrete und hatten m Vorfeld an zwei Wochenenden diesen paralympischen Sport trainiert. Trainer Markus Fischnaller und Christoph Wanasek begleiteten das Team.  Alle diese Spieler starteten dann am 10.Mai nach aus verschiedenen Richtungen nach Prag. Dort angekommen fand man ein gutes  Hotel vor. Nach Mannschaftsführersitzung und Spielplanverteilteilung am Abend  wusste man, dass man am nächsten Tag mit Tschechien und Kroatien zwei Nationen mit viel Goalballerfahrung gegenüberstand.

Nachdem am Vormittag des Freitag noch kein Spiel für Österreich stattfand, nutzte man die Gelegenheit anderen Teams auf die Finger zu schauen und stellte fest, dass das Niveau wohl ein sehr hohes war. Am Nachmittag war es dann soweit: Tschechien (ehemals Nummer 2 der Welt) stand gegenüber. Zur Überraschung wohl aller ging Österreich mit 3:1 in Führung, die Tschechen waren etwas übermotiviert und fehleranfällig. Dann stellte sich aber die Stärke einiger Spieler heraus: mit für uns neuen, unglaublichen festen Schüssen wurden die Schnittstellen und Linien attackiert und so auch der eine oder andere Treffer erzielt. Bis zur Pause konnte das Spiel noch einigermaßen offen gehalten werden, weitere gewaltige für uns in dieser Härte nicht bekannten Angriffe in der zweiten Halbzeit führten aber schlussendlich zu einem doch deutlichen 14:4 Sieg für Tschechien. Alle Spieler kamen in diesem Spiel zum Einsatz.

 

Nachdem wir nicht erwartet hatten gegen eine Erste Division Mannschaft zu gewinnen, galt die Aufmerksamkeit dem Spiel gegen Kroatien. Bereits ein Schicksaalspiel.

Nach nervösem Start und einigen Fehlern stabilisierten sich die Jungs und konnte erstmals das trainierte variantenreiche Angriffsspiel zeigen. Nachdem Österreich bereits zur Halbzeit die Führung übernommen hatten und die Leistungen der Schützen Prettner, Bergmann und Punz an Schärfe zunahm, wurde das Spiel sicher mit 14:6 gewonnen. In diesem Spiel kamen Kremser, Prettner, Bergmann und Punz zum Einsatz.

 

Nach einem kurzen Abendessen und Besprechung war Nachtruhe und Vorbereitung für das Spiel gegen Polen angesagt. Mit einem Sieg könnte man sogar noch das Halbfinale erreichen. Doch die seit Jahren in dieser Formation spielende jungen Polen waren eine Nummer zu groß: mit flüssigem, variantenreichen Angriffen überraschten sie das Team Österreich und erst ein Time Out konnte wieder etwas Ruhe bringen. Mit anschließenden interessanten Varianten kam man nochmals bis zum 8:6 heran. Der nötige zusätzliche Angriffswille verleitete aber im Abschluss des Spiel zu vielen Angriffsfehler und so wurde das Spiel viel zu hoch mit 16:7 verloren.

In diesem Spiel kamen Kremser, Prettner, Bergmann und Punz zum Einsatz.

Dennoch konnte man auch in diesem Spiel vor allem im Angriff wieder Verbesserungen erkennen. Da kein weiteres Spiel an diesem Tag mehr anstand, wurde die Zeit genutzt um Feinheiten zu studieren und routinierten Teams „bei der Arbeit“ zuzusehen.

Am Sonntag sollte noch das Spiel um den 5. Platz gegen das wohl interessanteste Team dieses Turniers stattfinden: Katar lautete der Gegner. Die Nummer 33 der Welt gibt es schon ewig und daher war es uns eine Ehre gegen dieses Team bei unserem erst zweiten Auftritt zu treffen.

Anfängliche Fehler führten aber zu einem viel zu einfachen 3:0 für Katar. Nach Spielerwechsel und Time out konnte sich das Team stabilisieren und bis zur Halbzeit Gröberes verhindern: ein 5:1 war die Folge. In der zweiten Halbzeit aber gab es dann wieder ein anderes Bild: Gelerntes konnte umgesetzt werden, die Abwehr stand und man konnte sich wieder bis auf 6:5 heranarbeiten. Nachdem nur mehr wenige Sekunden auf der Uhr waren, wurde nochmals letztes Risiko genommen. Das Risiko war zu groß, zwei kurz aufeinander folgende Fehler führten zu einem 8:5 Sieg für Katar. Dennoch ein Spiel auf guten Niveau, das allerseits auch anerkannt wurde.

 

Die Abschlussfeier fand anschließend statt, Christoph Prettner wurde dabei als bester Spieler Österreichs ausgezeichnet.

Am Abend konnte noch der eine oder Erfahrungsaustausch erfolgen, bevor die doch recht mühsame Heimreise in die jeweilige Destination am Montag erfolgte.

 

Das Team freut sich bei einem so großen Turnier teilgenommen zu haben und kann sich vorstellen bei mehreren Trainingseinheiten das Niveau weiter zu steigern.

Natürlich wäre es auch wichtig, weitere Spieler für das Team zu gewinnen.

 

Rangliste

1. Ukraine

2. Tschechien 1

3. Polen

4. Tschechien 2

5. Katar

6. Österreich

7. Rumänien

8. Kroatien

9. Slowakei

 

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