Vom 11. - 14. November 2011 fand in Bozen (I) der 21. Europacup in Torball statt. Dieses Jahr spielten 9 Herrenteams und 8 Damenteams um den Meistertitel der Meister.
Beim Titelverteidiger reisten Vladimir Vasic, Andreas Bergmann, Semih Cetin, Hakan Özer, Christoph Karrer und Michael Berger als Spieler, Markus Fischnaller, Werner Karrer und Kathrin Ressi als Betreuer nach Bozen. Am Freitag um 18:00 Uhr fanden sich die Meister der jeweiligen Nation mit je einer Fackel, passend zum Martinitag, auf dem Kornplatz zur Eröffnungszeremonie ein. Nach diversen Reden von Prominenten aus Südtirol, wurde das Turnier mit einem Gläschen Wein vom Organisationskomitee eröffnet.
Am Samstag standen für den BSST sechs Spiele auf dem Plan.
Gleich zu Beginn musste der BSST gegen die Landsmänner aus Graz in einem spannenden Spiel zwei Punkte lassen. Im zweiten Spiel gegen Lisieux aus Frankreich kamen die Spieler langsam im Turnier an und holten sich mit einem 4:4 den ersten Punkt. Die restlichen vier Spiele gegen Basel (CH), Bozen (I), Waasland (Belgien) und Teramo (I) gewannen die Tiroler souverän und gingen als Tabellenführer in den zweiten Spieltag.
Dieser begann so ähnlich wie der erste Tag: Mit einem 4.4 gegen Tula aus Russland stand fest, dass die Tiroler fix im Halbfinale stehen würden.
Somit konnte Trainer Fischnaller der Jugendmannschaft eine Halbzeit als Training für die kommende Staatsmeisterschaft gönnen. Leider war die Abwehr im sozusagen ersten Spiel gemeinsamen Spiel der Jugendmannschaft noch nicht ganz perfekt, deshalb stand es zur Halbzeit 4:1 für den Meister aus Deutschland. Auch die drei restlichen Spieler, die die zweite Hälfte bestritten, konnten das Spiel nicht mehr drehen und so liesen die Tiroler erneut zwei Punkte, die aber keine Auswirkung auf die Tabelle hatten. Nach der Vorrunden ergaben sich somit die Halbfinalspiele Waasland gegen Basel und Tirol gegen Tula Russland.
Im ersten Halbfinalspiele warfen die Belgier den Schweizer Meister Basel trotz eines 1:0 Rückstandes zur Pause noch mit 2:1 aus dem Kampf um den Titel. Der BSS Tirol ließ sich im zweiten Halbfinale gegen das russische Team nicht mehr von der starken Leistung der Russen überraschen und zog mit einem 1:0 ins Finale ein.
Im Finale trafen die Tiroler, nun bereits zum dritten Mal auf die Mannschaft aus Belgien, Waasland. Relativ viele Strafstöße und verständlicherweise hohe Nervosität von beiden Seiten prägten das Spiel um den Europacuptitel. Diesmal nahm das Finale, nicht so wie in den beiden vorangegangenen Finali gegen Waasland, kein gutes Ende für Tirol, denn die Belgier behielten mit 2:1 die Oberhand.
Waasland durfte sich somit zum ersten mal zum Europacup Sieger krönen lassen.
Bei der anschließenden Siegerehrung wurden die Waasländer auch noch für den besten Angriff, die beste Verteidigung und den Torschützenkönig (Johann de Rick) geehrt. Andreas Bergmann landete mit 15 erziehlten Toren auf Platz zwei, Semih Cetin mit 12 toren auf Platz vier.
Beim Abendessen im Kolpinghaus beschehrte Max Ott, als Glücksfee bei der Tombola, den Tirolern mit drei Preisen doch noch ein siegreiches Ausklingen des Europacups. Wir danken dem Organisationskomitee für ein gelungenes Turnier und unseren Betreuern Kathrin, Markus und Werner für die hervorragende Betreuung.